Claudia am 02.05.2018

PETA gibt Tieren eine Stimme: „Eye to Eye“ – der erste Virtual-Reality-Dialog zwischen Mensch und Tier


Berlin / Stuttgart, 2. Mai 2018 – Mit einem sozialen Experiment geht PETA wieder einmal neue Wege, um auf die weltweite Ausbeutung von Tieren aufmerksam zu machen. Gemeinsam mit der Kreativagentur Kolle Rebbe und der Digitalagentur Demodern hat die Tierrechtsorganisation das VR-Projekt „Eye to Eye“ ins Leben gerufen: „Was wäre, wenn wir uns mit einem Tier unterhalten könnten? Was, wenn es uns fragen würde, warum wir es einsperren, essen und zu Kleidung verarbeiten? Zum ersten Mal begegnen sich Mensch und Tier auf Augenhöhe, für ein Gespräch, das uns die Augen öffnet – und die Herzen“, so Ingrid Newkirk, Mitbegründerin und Präsidentin der Tierrechtsorganisation über das Projekt.

Wer sich dem ersten Realtime-Virtual-Reality-Dialog stellt, begegnet einem Hasen, der sich schlagfertig, aber sympathisch für die Rechte der Tiere starkmacht. Das Besondere: Hinter dem virtuellen Sprachrohr der Tierwelt steckt kein Bot und auch keine künstliche Intelligenz, sondern ein Schauspieler, der den Hasen in Echtzeit zum Leben erweckt. Ein von Demodern extra für dieses Projekt entwickeltes Face-Reenactment-System überträgt Stimme und Mimik des Darstellers live auf den virtuellen Charakter.

Für Andreas Brunsch, Executive Creative Director Digital bei Kolle Rebbe, liegt der besondere Reiz des Projekts darin, dass „Eye to Eye“ die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Virtualität verschiebt: „Der Hase überrascht mit echten Emotionen und Einfühlungsvermögen. Es ist ein Spiel mit den Erwartungen der User, das neue Maßstäbe dafür setzt, was in virtuellen Welten möglich ist.“ Alexander El-Meligi, Managing Partner und Creative Director bei Demodern, fügt hinzu: „Dieses Projekt zeigt nicht nur, was mit Virtual Reality visuell und technisch alles machbar ist, sondern auch, welche Chancen in diesem immersiven Medium für Storytelling und Storydoing stecken.”

Je nach Gesprächsverlauf führt der Hase sein Gegenüber an verschiedene virtuelle Orte, um sich mit ihm über Freiheit, den Wert des Lebens, aber auch über Schlachthäuser und Tierversuche zu unterhalten. Unterstützt von dynamischer Musik und binauralem Sounddesign von German Wahnsinn wird der erste Realtime-Virtual-Reality-Dialog dadurch zu einem emotionalen Erlebnis, das einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Das belegt auch ein Film, der das erste Gespräch zwischen Mensch und Tier dokumentiert und das soziale Experiment in die Timelines und Feeds der sozialen Medien trägt.

Hendrik Thiele, Leiter des Bereichs Kreation und Großprojekte bei PETA, erklärt die Idee zu dem Projekt: „Wir leben in einer technikverliebten Welt. Virtual Reality bietet uns die Chance, Menschen zu erreichen, die sich bisher wenig oder gar nicht mit dem Thema Tierrechte beschäftigt haben.“ Teil dieser Strategie ist, dass „Eye to Eye” auf der Internet- und Technologiekonferenz re:publica in Berlin Premiere feiert. Am 2. Mai gibt PETA-Präsidentin Ingrid Newkirk hier den Startschuss für eine weltweite Tour: Ein Truck macht die VR-Installation mobil und transportiert „Eye to Eye“ ab jetzt überall dorthin, wo Redebedarf besteht. Der artübergreifende Dialog, der Augen und Herzen öffnet, hat also gerade erst begonnen.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten, wir an ihnen experimentieren oder sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten.

Weitere Informationen: eyetoeye.peta.de